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Alles über stationäre Löscheinrichtungen finden Sie auf dieser Seite.
 

Stationäre Löschanlagen


Wasserlöschanlagen

Trotz der verschiedenen Löschmittel, die es heute gibt, lassen sich circa 90 % aller Brände mit dem Löschmittel Wasser bekämpfen, da es sich um Brände der Stoffe Brandklasse A handelt.

Die hervorragende Löschwirkung des Wassers ist hauptsächlich auf sein sehr hohes Wärmebindungsvermögen zurückzuführen. Dadurch kann eine große Abkühlung erreicht werden. Ein Liter Wasser kann die große Wärmemenge von circa 2635 KJ binden, und zwar 375 KJ durch Erwärmung von 10 °C auf 100 °C und circa 2260 KJ durch Verdampfen bei 100 °C. Damit ist auch erklärt, warum beim Löschen mit Wasser nicht nur Rauch, sondern zum großen Teil Wasserdampf entsteht. Durch die Wärmebindung des Wassers und die damit einhergehende Abkühlung des Brandgutes werden nicht nur die thermischen Reaktionsbedingungen unterbrochen, sondern gleichzeitig auch die weitere thermische Aufbereitung brennbarer Stoffe, so daß keine brennbaren Gase nachströmen.

Entscheidend für die hohe Wärmebindung des Wassers ist die Tropfengröße und damit seine Oberfläche im Verhältnis zur Masse. Diese Erkenntnis wird besonders bei der Konstruktion der Wasserverteilungsdüsen genutzt.

Dementsprechend ist es möglich, mit relativ wenig Wasser einen Entstehungsbrand abzulöschen. Das andere Extrem wäre z. B. ein Vollstrahl. Hier ist eine viel größere Wassermenge für den gleichen Löscheffekt erforderlich.
Außer der abkühlenden Wirkung kommt auch eine erstickende Wirkung durch den entstehenden Wasserdampf in Betracht, wenn man berücksichtigt, daß aus einem Liter Wasser bei restloser Verdampfung circa 1700 Liter Wasserdampf entstehen. In der Praxis ist aber der Erstickungseffekt nicht bedeutsam. Die Nachteile für das Löschmittel Wasser sind bekannt: Wasser friert bei Temperaturen unter 0 °C. Es hat bei -4 °C sein größtes Volumen, was zu Frostschäden an wasserführenden Leitungen und Anlagen führen kann. Nachteilig ist auch die Tatsache, daß Wasser zahlreiche Stoffe und Gegenstände, die wasserempfindlich sind, beschädigen bzw. zerstören kann. Daher ist ein gezielter Löscheinsatz sofort nach Brandentstehung erforderlich.

Sprinkleranlagen

Eine Sprinkleranlage wird wie folgt definiert: Löschanlage, bestehend aus einem fest installierten Rohrsystem mit gleichmäßig über die ganze Fläche des Raumes verteilten Düsen, die bei Wärmeeinwirkung öffnen und das Wasser gleichmäßig verteilen.
Es öffnen nur die Düsen im Bereich der Wärmeeinwirkung. Gleichzeitig erfolgt auch die Alarmierung der Feuerwehr.

Abbildung: Schema Sprinkleranlage ©9





Historische Entwicklung von Sprinkleranlagen

Vorgänger der heutigen Sprinkleranlagen waren fest installierte, perforierte Rohre und später Rohrleitungen mit offenen Düsen, wie wir diese heute noch bei Sprühflutanlagen kennen. Es ist bekannt, daß 1861 bereits ein geschlossener Sprinklerkopf patentiert wurde.

In den USA wurde 1874 ein unter Federspannung geschlossener Sprinkler mit Schmelzglied von einem Klavierfabrikanten namens Henry Parmelee zum Patent angemeldet. Eine verbesserte Version ließ Parmalee dann in seinem eigenen Werk einbauen. Dies war die erste automatische Sprinkleranlage der Welt.

Größere Anlagen wurden dann in New England gebaut. Es wird berichtet, daß von 1877 - 1881 19 Brände auf diese Weise gelöscht wurden.

Um 1855 kamen dann die ersten Sprinkler nach Deutschland.

Etwa seit der Jahrhundertwende gibt es den Glasfaßsprinkler und seit 1952 den Spraysprinkler (heute als Schirmsprinkler bezeichnet), dessen Merkmal der Sprühteller ist, wodurch eine optimale Wasserverteilung erfolgt.

Abbildung: Sprinklerkopf Schnitt ©10


Sprinkler Schnitt“ von Micha0001 - selbst erstellt. Lizenziert unter Bild-frei über Wikipedia.



Art der Auslösung und Öffnungstemperaturen

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen den Auslösungen mit Glasfaß und Schmelzlot. Beide Typen sind auf dem Markt.

Am bekanntesten ist wohl der Glasfaßsprinkler, den man z. B. wegen seiner optisch ansprechenden Form in Büros und Kaufhäusern einsetzt.

Die Auslösungstemperatur der Sprinkler soll circa 30 °C über der Raumtemperatur liegen.

Abbildung: Sprinklerampullen mit Öffnungstemperaturen ©11


Sprinkler ampullen mit temp“ von Micha0001 - self. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.



Wasserleistung

Wegen der unterschiedlichen Risiken werden Sprinkler mit verschiedenen Wasserleistungen benötigt.

Die Wasserleistung wird nach der Formel Q = K · p ermittelt.

Q = Wassermenge in l/min
K = feststehender Ausflußfaktor des Sprinklers bei einem Druck von 1 bar Düsenkennwert
P = Druck am Sprinkler in bar

Folgende K-Faktoren sind zugelassen:

 

K-Zahl bei

Anschlußgewinde

Mindestwassermenge
0,5 bar in l/min:

57

3/8 "

(nur für BG 1 + Regale)

40,0

80

1/2 "

(am gebräuchlichsten)

57,0

115

3/4 "

 

81,3

160 - 202

3/4 "

(Großtropfensprinkler 3,1 bar)

281,7 - 355,7






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